Pressematerial ARTIST ASSEMBLY
ARTIST ASSEMBLY
1946-2026
80 Jahre Künstler*innen Vereinigung Tirol
Kunstpavillon und Neue Galerie
Mitgliederausstellung und öffentliches Programm
Mit Beiträgen von: Lea Abendstein & Isabel Peterhans, Christina Burger, Katharina Cibulka, Wolfgang Capellari, Violet Cato, Melanie Gandyra, Clemens Gächter, Robert Gfader, Heidi Holleis, Kata Hinterlechner, Matthias Krinzinger, Milena Meller, Monika Migl Frühling, group mʌtʃ, Helmut Nindl, Maria Peters, Christine S. Prantauer, Ilona Rainer-Pranter, Michelle Schmollgruber, Nora Schöpfer, Charlotte Simon, Michael Strasser, Johanna Tinzl, Miriam Tiefenbrunner, Ulaş Uğur, Christoph Voglbauer, Maria Walcher, Angelika Wischermann.
Demokratische Gesellschaften in Europa stehen unter Druck – und mit ihnen freie Kunst- und Kulturarbeit. Ein Rundumblick zeigt, wie schnell vermeintlich geglaubte Sicherheiten teilweise über Nacht erschüttert werden können. Deshalb fragen wir uns: Wie kann die Künstler*innen Vereinigung Tirol (küveti) bedeutsam auf gegenwärtige Krisen reagieren? Welche konkreten Handlungsimpulse kann sie setzen, um sich als Vereinigung in der Gegenwart und für die Zukunft zu stärken – insbesondere dann, wenn lang geglaubte Sicherheiten zu erodieren drohen?
Zum 80-Jahr-Jubiläum laden wir Mitglieder und Öffentlichkeit ein, um während Artist Assembly gemeinsam über diese Fragen nachzudenken. Im Zentrum dessen die Zusammenkunft – als Methode und Strategie für Begegnung, Austausch, Inspiration und gegenseitige Unterstützung – bei der Mitgliederausstellung und im dazugehörigen öffentlichen Programm.
Die Mitgliederausstellung im Kunstpavillon und der Neuen Galerie widmet sich den einleitenden Fragen aus der Perspektive von Künstler*innen und beleuchtet künstlerische Arbeit im Spannungsfeld von Produktion, Regeneration und politischer Ideologie im Wandel. Die Räumlichkeiten der Künstler*innen Vereinigung Tirol werden dabei zugleich Ausstellungs-, Aufenthalts- und Lernorte, die sich mit dem öffentlichen Programm fortlaufend verändern.
Die Ausstellung im Kunstpavillon widmet sich der Beschaffenheit gesellschaftspolitischer Strukturen und den künstlerischen Produktionsbedingungen, die sie hervorbringen. Die ausgewählten Arbeiten manchen dabei Barrieren und Kontaktpunkte, Grenzen und Bruchlinien, Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen Persönlichem und Professionellen genauso wie zwischen Individuum und Gesellschaft sichtbar. So entsteht ein versatzstückhaftes Bild einer Gegenwart unter Druck und gleichzeitig ein emanzipatorischer Raum für kollektives Denken und Handeln.
Komplementär dazu fungiert die Neue Galerie als symbolisches “Vereinsheim” für soziale und ökologische Regeneration. In der Ausstellung sind dazu künstlerische Beiträge versammelt, die gemeinsames Verweilen und Spielen genauso einladen wie individuellen Rückzug. Die teilnehmenden Künstler*innen hinterfragen, was es braucht, damit Regeneration möglich wird – und wie wir als Künstler*innen und Zivilgesellschaft statt gegenseitiger Konkurrenz und Ausbeutung neue Formen der Co-Verantwortung kultivieren können.
Der Kunstpavillon, die Neue Galerie und der öffentliche Raum werden schließlich durch ein umfangreiches öffentliches Programm aktiviert, das die in der Ausstellung vermittelten Themen und Fragen weiter verdichtet. Mittels diskursiver und künstlerischer Formate aus den Praktiken der Mitglieder bieten zahlreiche Veranstaltungen so Gelegenheiten für Dialog und Kooperation durch verkörperte Erfahrungen. Ziel dessen ist die Entwicklung von Ideen und Impulsen für gemeinschaftliche Initiativen, die im Programm fortlaufend reflektiert werden. Das Programm gliedert sich dabei in drei Fokus-Wochenenden samt Jubiläumsfeier und einem Abschlussevent.
Parallel werden der Prozess und die Ergebnisse von Artist Assembly dokumentiert und in einer kleinen Publikation versammelt, die im Rahmen der Premierentage 2026 öffentlich präsentiert und besprochen wird – zentrale Erkenntnisse daraus fließen dann in weiterer Folge in die Interessenvertretung des Vereins ein und sollen die Künstler*innen Vereinigung Tirol (küveti) und ihre Mitglieder auf ihrem zukünftigen Weg unterstützen.
Ausstellungsbroschüre zum Herunterladen










Eröffnung: Freitag, 04.09.2026
Ab 17.30 Uhr haben Kunstpavillon und Neue Galerie für Beschucher*innen geöffnet
Mit durational Performance von Kata Hinterlechner, Gefüge, Eine repetitive Praxis des Verbindens ⎸Neue Galerie
19.00 Feierliche Eröffnung | Kunstpavillon
Begrüßung durch Anton Mattle (Landeshauptmann von Tirol), Miriam Tiefenbrunner (Vorstandsmitglied der Künstler*innen Vereinigung Tirol), Daniela Koweindl (Kulturpolitische Sprecherin der IG Bildende Kunst und Vorstandsmitglied des | Kulturrat Österreich), Bettina Siegele (Leiterin von Kunstpavillon, Neue Galerie & Interessenvertretung) und Johannes Reisigl (Co-Leitung von Künstler*innenhaus Büchsenhausen)
Übersicht über das gesamte Programm hier.
Dauer: 05.09.-07.11.2026
Kunstpavillon und Neue Galerie stehen während der Öffnungszeiten für Besucher*innen und Mitglieder gleichermaßen als Arbeits- und Aufenthaltsorte offen – an beiden Orten befi nden sich dafür Tische, Sitzgelegenheiten und Kunstwerke, die zur Interaktion einladen.
Dank an:
